Ins Freie!

Ins Freie!

Wege, Umwege und Irrwege in der modernen Schweizer Literatur

gebunden, 1. Auflage, 224 Seiten

März 2014
SFr. 29.50, 29.50 €
ISBN 978-3-85791-735-6

Seit seiner Jugend, die er in Oberschwaben verbrachte, ist Peter Hamm mit der Schweizer Literatur verbunden, als Dichter, Schriftsteller, Kritiker, Freund reiste er über den Bodensee nach St. Gallen und Zürich, Biel und Niederbipp. Aus einer idealen Mischung von Nähe und Distanz entstanden immer wieder grossartige Texte über Schweizer Autorinnen und Autoren, kenntnisreich, tiefgehend, begeisternd. Erstmals sind diese – teilweise unpublizierten – Texte nun versammelt und ergeben in ihren Bezügen bemerkenswerte Bilder der Schweizer Literatur und vielleicht auch ein kleines Psychogramm der Schweiz. Motive von Flucht und Rückkehr, von Wegen nach aussen und nach innen oder vom Verstummen durchziehen diese Galerie von Autoren, die von Robert Walser bis S. Corinna Bille reicht, von Regina Ullmann bis Philippe Jaccottet, von Jakob Schaffner bis Adelheid Duvanel. Und immer sind es Einladungen, Autoren zu lesen oder auch – allzu oft – Vergessene neu zu entdecken.

Peter Hamm
Bildrechte: Sophie Tanner
Peter Hamm (1937–2019)  wurde in München geboren. Lyriker, Essayist, Herausgeber, Kritiker, war lange Kulturredaktor beim Bayerischen Rundfunk und zwanzig Jahre Kritiker im Literaturclub des Schweizer Fernsehens. Er veröffentlichte Gedicht- und Essaybände sowie Anthologien. Viele Dokumentarfilme, u. a. über Robert Walser, Fernando Pessoa, Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Alfred Brendel und Peter Handke.

«Hamms 16 Porträts aus mehr als zweieinhalb Jahrzehnten zeichnen sich durch Kenntnisreichtum, Feinfühligkeit und psychologisches Gespür aus. Sie neben die Texte Peter von Matts, des derzeit wohl besten Kenners der Literatur der Schweiz, zu stellen, dürfte nicht übertrieben sein. ... Alles in allem wird, wer sich auf ‹Ins Freie!› einlässt, belohnt mit einem vorurteilsfreien, souveränen und – an seinem großen Vorbild Max Rychner, dem der letzte Text des Bandes gewidmet ist, geschulten – meisterhaft formulierten Blick auf die Schweizer Literatur der letzten hundert Jahre. Wenn Hamm in dem das Buch beschließenden Essay feststellt, dass Rychner ‹oft mindestens so gut und manchmal sogar besser› als die von ihm bewunderten Autoren schrieb, so gilt das wohl für ihn im gleichen Maße.» literaturkritik.de

«Immer gelingt es Peter Hamm, die Beschäftigung mit einem Autor in einen grösseren Zusammenhang zu stellen.» St. Galler Tagblatt