Reportagen aus der Schweiz
Mit einem Vorwort von Peter Bichsel
gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten
vergriffen
Januar 1994«Die Schweiz hat im Ausland das Image der Harmlosigkeit. Nun ist wohl Harmlosigkeit, wenn auch verachtet, an und für sich nichts Schlechtes. Alles nicht als schlimm erscheinen lassen, die Tendenz zum Harmlosen. Meienberg übertreibt, wird man sagen, weil er entharmlost und zurückführt in den Ernst. Was wäre, fragt er, wenn das, was hier geschieht, in einer Schweiz geschehen würde, die etwas mehr wäre als ihre harmlose Selbstdarstellung? Wenn man bereit wäre, einen Fall nicht als Zufall zu nehmen, und wenn schon Zufall, wenn man sich entscheiden würde, wo er liegt? Meienberg plädiert gegen den Zufall. Ohne Zufall gibt es Schuldige, und das im Land der Unschuldigen. Der grösste Feind der Unschuld jedenfalls ist die Wahrheit, und dieses Land, lieber Niklaus, ist das Land der Unschuldigen.» Peter Bichsel
Das Buch «Reportagen aus der Schweiz», erschienen 1975, versammelt sechs Reportagen aus den Jahren 1972 bis 1975, mehrheitlich sind sie im Tages-Anzeiger erschienen.

Bildrechte: Roland Gretler
Pressestimmen
«Eine Sprache, die sich am Alltag orientiert und damit Anschaulichkeit besitzt, die die Kunst des Zitierens beherrscht, die einen Atem hat, weil die Nase nicht in dem luftleeren Raum von Denkmodellen steckt, sondern an den Widersprüchlichkeiten und Verlogenheiten riecht und feststellt, dass da einiges stinkt.» Hugo Loetscher
