Wir sind wenige, aber wir sind alle
Biografien aus der 68er-Generation in der Schweiz
gebunden, 448 Seiten
April 2008In der Tradition der Oral History porträtiert der Ethnologe Heinz Nigg die 68er-Bewegung in der Schweiz. Zu Wort kommen Aktivistinnen und Aktivisten, Sympathisanten und Kunstschaffende aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus verschiedenen Altersgruppen. Aus ihren Erinnerungen an die Kindheit, die Politisierung, an die damaligen Kämpfe, Träume, Ideen und deren Folgen entsteht das Bild einer Schweiz im Aufbruch, das sein visionäres Potenzial bis heute bewahrt hat.
Die Geschichten von Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Fredi Murer, Irène Schweizer, Berthold Rothschild, Giorgio Bellini, Anna Ratti, Aiha Zemp, Verena Stefan, Polo Hofer, PM und vielen mehr lassen die 68er neu entdecken: in ihrem Engagement für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung, Menschenrechte und Dritte Welt über ihren prägenden Einfluss auf Stadt- und Regionalentwicklung, Kunst und Medien bis hin zu ihrem revolutionären Verständnis von Alltags- und Subkultur.

Bildrechte: Limmat Verlag
Pressestimmen
«Abseits vom Lärm der Strassenschlachten ist das 68er-Lesebuch von Heinz Nigg angesiedelt. Seine Sammlung von «Biografien aus der 68er-Generation» kommt ganz ohne illustrativen Flowerpower aus. In der Tradition der Oral History porträtiert der Zürcher Ethnologe 41 Protagonistinnen und Protagonisten der Schweizer 68er-Bewegung; Aktivisten und Sympathisanten, namhafte Gesellschaftsakteure und solche, die sich nie an organisierte Strukturen binden wollten.
Neben Prominenten wie Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Polo Hofer, Fredi M. Murer oder David Weiss kommt eine vielstimmige Aktivgeneration zu Wort, die den Aufbruch der späten Sechzigerjahre geprägt oder begleitet hat. Umwelt- und Friedenspolitik, Feminismus und Menschenrechte, Kunst und Subkultur sind in den sorgfältig protokollierten Lebensläufen vertreten. Und nicht zuletzt zeigen die gewitzten und gerne auch selbstkritischen Rückblicke auf Herkunft und Politisierung ein vielschichtiges und alltagsnahes Bild der Schweiz im 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen nicht Kommunen-Sex und Tränengas; im Zentrum stehen die Sechzigerjahre als eine explosive Sattelzeit, die Selbst- und Gesellschaftswahrnehmungen nachhaltig dynamisiert und verändert hat..» Tages-Anzeiger
«Auch die 41 mehr oder minder Prominenten, mit denen der Ethnologe Heinz Nigg Gespräche führte, denken über sich selber nach — tatsächlich nachdenklich. Wenn Nationalrat Hansjörg Fehr von den Familienfehden in seinem Herkunftskaff am Rhein oder Historikerin Elisabeth Joris von der Klosterschule im Oberwallis erzählt, entsteht ein spannendes Bild der Schweiz, wie sie 1968 noch war.» SonntagsZeitung
«Die Geschichten von Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Fredi Murer, Irène Schweizer, Polo Hofer und vielen mehr lassen die 68er neu entdecken: in ihrem Engagement für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung, Menschenrechte und Dritte Welt über ihren prägenden Einfluss auf Stadt- und Regionalentwicklung, Kunst und Medien bis hin zu ihrem revolutionären Verständnis von Alltags- und Subkultur.» Der Landbote
